Torment: Tides of Numenera
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You are born falling from orbit, a new mind in a body once occupied by the Changing God, a being who has cheated death for millennia. If you survive, your journey through the Ninth World will only get stranger… and deadlier. With a host of strange companions – whose motives and goals may help or harm you – you must escape an ancient, unstoppable creature called the Sorrow and answer the question that defines your existence: What does one life matter? Torment: Tides of Numenera is the thematic successor to Planescape: Torment, one of the most critically acclaimed and beloved role-playing games of all time. Torment: Tides of Numenera is a single-player, isometric, narrative-driven role-playing game set in Monte Cook’s Numenera universe, and brought to you by the creative team behind Planescape: Torment and the award-winning Wasteland 2.
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+++ Dieses Review enthält leichte Spoiler +++
Torment: Tides of Numenera ist ein Science-Fantasy-Rollenspiel, das 2017 veröffentlicht und von inXile Entertainment entwickelt wurde.
Das Spiel versteht sich als geistiger Nachfolger von Planescape: Torment und richtet sich vor allem an Spieler, die ein textlastiges, entscheidungsorientiertes und philosophisches cRPG suchen. Wer ein klassisches Rollenspiel im Stile von Baldur`s Gate, Icewind Dale, Neverwinter Nights oder Pathfinder: Kingmaker erwartet, findet hier bekannte Grundelemente, sollte aber wissen, dass Torment: Tides of Numenera andere Schwerpunkte setzt. Dieses Spiel will keine taktischen Kämpfe in den Mittelpunkt stellen. Es zeigt eine fremdartige Welt, stellt moralische Fragen und zwingt den Spieler, sich mit den Folgen seiner Entscheidungen auseinanderzusetzen.
Zu Spielbeginn erschafft man keinen gewöhnlichen Helden, sondern übernimmt die Rolle des sogenannten Letzten Verstoßenen. Dieser Charakter ist ein Körper, den eine gottähnliche Gestalt, der Wechselnde Gott, benutzt und zurückgelassen hat. Man ist also nicht einfach ein klassischer Auserwählter, sondern eher ein Überbleibsel, ein Fragment und zugleich eine Person, die erst herausfinden muss, wer sie ist.
Story:
Die Handlung von Torment: Tides of Numenera beginnt mit dem Sturz des eigenen Charakters aus großer Höhe. Man überlebt diesen Sturz nicht einfach auf normale Weise, sondern erwacht in einer Situation, die sofort zeigt, dass dieses Spiel anders funktioniert als viele Rollenspiele. Von Anfang an geht es nicht nur darum, den nächsten Bösewicht zu besiegen oder die Welt zu retten. Die zentrale Frage des Spiels lautet vielmehr: Was ist ein Leben wert?
Diese Frage wird nicht nur einmal gestellt. Sie zieht sich durch das gesamte Spiel. Immer wieder begegnet man Figuren, Orten und Situationen, in denen es um Schuld, Erinnerung, Identität und Opfer geht. Das Spiel fragt, ob ein einzelnes Leben wertvoller ist als viele andere, ob Wissen ein Opfer rechtfertigt, ob man für die Fehler einer früheren Existenz verantwortlich ist und ob man überhaupt frei handeln kann, wenn die eigene Existenz aus den Entscheidungen einer anderen Macht entstanden ist.
Man merkt deutlich, dass das Spiel weniger an einem klassischen Gut-gegen-Böse-Konflikt interessiert ist. Natürlich gibt es Bedrohungen und Gegenspieler. Aber die interessantesten Momente entstehen nicht dadurch, dass man einen eindeutig bösen Gegner besiegt, sondern dadurch, dass man eine Situation versteht. Oft ist nicht sofort klar, welche Entscheidung richtig ist. Manche Lösungen wirken zunächst gut, haben aber unangenehme Nebenwirkungen. Andere Entscheidungen wirken hart, können aber aus einer bestimmten Perspektive nachvollziehbar sein.
Die sogenannte Neunte Welt ist einer der größten Pluspunkte des Spiels. Sie wirkt nicht wie eine gewöhnliche Fantasy-Welt mit Science-Fiction-Elementen, sondern wie ein Ort auf den Überresten untergegangener Zivilisationen. Überall liegen Relikte, Maschinen, fremdartige Wesen und unverständliche Phänomene herum. Die Bewohner dieser Welt nutzen viele Dinge, die sie selbst nicht vollständig verstehen. Dadurch entsteht eine sehr eigene Atmosphäre. Es fühlt sich an, als würde man durch eine Welt laufen, die viel älter und komplizierter ist als die Spielfigur.
Gelungen fand ich, dass das Spiel seine Fremdartigkeit nicht ständig erklärt. Viele Begriffe, Konzepte und Orte wirken zunächst verwirrend. Das kann anstrengend sein, passt aber sehr gut zum Setting. Man ist schließlich selbst eine Figur, die in diese Welt hineingeworfen wird und erst lernen muss, was vor sich geht. Torment: Tides of Numenera vertraut darauf, dass der Spieler liest, nachdenkt und Zusammenhänge erkennt. Wer dazu bereit ist, bekommt eine dichte und ungewöhnliche Spielerfahrung.
Gameplay:
Spielerisch ist Torment: Tides of Numenera ein klassisches cRPG mit Fokus auf Dialoge, Entscheidungen, Erkundung und Charakterwerte. Kämpfe existieren, stehen aber nicht im Zentrum. Viele Situationen lassen sich unterschiedlich lösen. Man kann reden, untersuchen, Fähigkeiten einsetzen, Risiken eingehen oder Konflikte vermeiden.
Das Skillsystem ist weniger auf Kampfoptimierung ausgelegt, sondern unterstützt die erzählerische Struktur. Als Nano hatte ich häufig das Gefühl, dass meine Figur gut zu Situationen passt, in denen Wissen und geistige Fähigkeiten gefragt sind. Das Spiel belohnt Aufmerksamkeit. Wer Dialoge wegklickt, verpasst sehr viel. Wer genau liest, findet Hinweise, versteht Zusammenhänge besser und kann Entscheidungen bewusster treffen.
Die sogenannten Krisen ersetzen teils klassische Kämpfe. Eine Krise muss nicht bedeuten, dass man alle Gegner tötet. Es kann auch darum gehen, ein Ziel zu erreichen, eine Situation zu entschärfen oder einen anderen Weg zu finden. Diese Idee finde ich gut, auch wenn die Umsetzung nicht immer perfekt ist. Manche Krisen wirken sperrig, und die Kämpfe sind nicht die größte Stärke des Spiels. Aber ich rechne dem Spiel hoch an, dass es Konflikte breiter denkt.
Wer hauptsächlich wegen taktischer Kämpfe, Loot-Spirale und Charakteroptimierung spielt, wird hier nicht vollständig abgeholt. Torment: Tides of Numenera ist kein Pathfinder: Kingmaker oder Baldur`s Gate II. Es ist stärker auf Text, Atmosphäre und Entscheidungen ausgelegt. Für mich ist das kein Nachteil, sondern der Kern. Man muss aber wissen, worauf man sich einlässt.
Auch die Erkundung funktioniert anders als in vielen Rollenspielen. Man läuft nicht durch große Gebiete, um möglichst viele Gegnergruppen zu besiegen. Stattdessen untersucht man Orte, spricht mit Figuren, liest Beschreibungen und versucht zu verstehen, wie die Umgebung funktioniert. Viele Objekte sind nicht nur Kulisse, sondern erzählen etwas über die Welt. Das Spiel lebt von Details.
Writing und Atmosphäre:
Der größte Pluspunkt ist eindeutig das Writing. Torment: Tides of Numenera ist extrem textlastig, aber der Text ist kein Füllmaterial. Viele Beschreibungen sind atmosphärisch stark und geben der Welt Identität. Das Spiel nimmt sich Zeit, Orte, Figuren und Konzepte auszubreiten.
Manchmal ist das fordernd. Es gibt Abschnitte, in denen man sehr viel liest. Wer müde ist oder nur ein schnelles Rollenspiel für zwischendurch sucht, könnte damit Probleme haben. Für mich hat es aber funktioniert, weil der Text fast immer der Welt und den Themen dient. Ich hatte selten das Gefühl, einfach nur belanglose Lore zu lesen. Häufig hatte ich das Gefühl, dass die Beschreibungen meine Wahrnehmung der Situation tatsächlich verändern.
Die Atmosphäre ist ruhig melancholisch und unheimlich. Dieses Spiel erzeugt seine Wirkung nicht durch permanente Action, sondern durch das Gefühl, in einer Welt unterwegs zu sein, in der man nur einen kleinen Teil versteht. Viele Orte wirken schön und verstörend zugleich. Manche Figuren sind tragisch, andere grotesk, andere fast unverständlich. Gerade diese Mischung macht die Neunte Welt interessant.
Fazit:
Torment: Tides of Numenera ist ein sehr spezielles, aber auch sehr erinnerungswürdiges Rollenspiel. Es ist kein Spiel für jeden. Wer schnelle Kämpfe, klare Belohnungsschleifen und eine leicht konsumierbare Fantasygeschichte sucht, sollte vorsichtig sein. Wer aber ein textreiches, philosophisches und ungewöhnliches cRPG sucht, bekommt hier etwas Besonderes.
Es ist ein Rollenspiel über Identität, Schuld, Erinnerung und die Frage, welchen Wert ein Leben hat. Es ist manchmal sperrig, manchmal langsam und nicht in allen Systemen gleich stark. Aber es ist eigenständig, mutig und erzählerisch deutlich interessanter als viele glattpolierte Standardproduktionen.
Eine klare Kaufempfehlung für jeden, der Planescape: Torment, Disco Elysium, Pillars of Eternity oder allgemein textlastige cRPGs mag.
Für reine Action-Rollenspieler nur eingeschränkt geeignet.
Für Liebhaber ungewöhnlicher Rollenspielwelten und philosophischer Science-Fantasy jedoch ein absolutes Muss.
9/10
Steam User 0
Es ist ok, aber schwierig und zu viel zu lesen. Die Texte sind auch nicht so spannend wie bei vergleichbaren Spielen.
Steam User 0
Toll! Man merkt dem Spiel zwar oft das vergleichsweise geringe Budget an, aber die Geschichte ist hervorragend geschrieben.
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Mein System: Mac Studio M4 Max, macOS 15. Das Spiel lief ohne Probleme und absolut flüssig.
Zum Spiel:
Textadventure mit Grafikelementen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass es in RPG's viel zu lesen gibt, aber dieses Spiel übertrifft in dieser Hinsicht alles, was ich bisher in einem RPG an Lektüre hatte, deutlich. Wer nicht gerne liest sollte die Finger von diesem Spiel lassen.
Da wir gerade beim Thema lesen sind: Die deutsche Übersetzung ist recht schlampig durchgeführt worden. Die Texte sind voller Rechtschreib- und Grammatikfehler. Einige Textpassagen sind derart schlecht übersetzt, dass der Inhalt kaum Sinn ergibt oder den Eindruck erweckt, nicht zum aktuellen Dialog zu gehören. Teilweise tauchen in den Texten Formatierungsanweisungen auf. Gelegentlich sind nicht übersetzte englischsprachige Textpassagen vorhanden.
Die Geschichte spielt in einer abgedrehten, sehr fantasievollen, SciFi-Welt mit Fantasy-Elementen. Die Gestaltung der Welt und die darin enthaltenen Charaktere sind interessant und machen Spass. Die Handlung reisst einen nicht vom Hocker, aber ist motivierend genug, bis zum Ende durchspielen zu wollen.
Die Grafik fand ich gelungen ebenso die Geräuschkulisse und Hintergrundmusik.
Im Gegensatz zu anderen RPG's ist die Charaktererstellung in diesem Spiel sehr einfach und kurz gehalten. Viel zu konfigurieren gibt es nicht.
Die Kämpfe sind ebenfalls recht simpel. Allzuviel taktische Raffinesse ist nicht vorhanden.
Insgesamt finde ich, Torment: Tides of Numenera, ist ein solides aber kein herausragendes Spiel. Es hat mich rund 60h bei Laune gehalten. Wer RPG's mag und mal in einer anderen, etwas abgedrehten Welt, spielen möchte, dem empfehle ich dieses Spiel.
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Ist okay
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