The Flame In The Flood
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A rogue-lite river journey through the backwaters of a forgotten post-societal America. Forage, craft, evade predators. From the Art Director of BioShock and a team of veterans of the BioShock, Halo, Guitar Hero and Rock Band series comes The Flame in the Flood. Travel by foot and by raft down a procedurally-generated river as you scrounge for resources, craft tools, remedy afflictions, evade the vicious wildlife, and most importantly, stay ahead of the coming rains.
Steam User 46
Es muss schon eine gewisse Bereitschaft zu vorprogrammierten Frustrationsmomenten oder ständiger Anspannung vorhanden sein, um sich für Rogue-Like-Spiele begeistern zu können. Prozedural aufgebaute Welten, zufallsgenerierte Ressourcen-Verteilung und eben Perma-Death… Kann und muss nicht jedem Spaß machen, nach groben oder sogar noch so kleinen Fehlern den virtuellen Löffel abgeben und wieder komplett von vorne beginnen zu müssen. Bisher dachte ich noch dass ich mit genau sowas nichts anfangen könnte und habe daher jedes noch so beliebte bzw. populäre Rogue-Like wie "Don't Starve" und Co. konsequent ignoriert… Doch verdammt, „The Flame in the Flood“ (=TFitF) hat einfach dieses besondere Artwork und dazu noch diesen anziehenden Soundtrack, da war meine Neugier am Ende doch stärker. Und plötzlich ist mein Interesse an Rogue-Likes schlagartig geweckt. Verrückte Spiele-Welt. :-B
Ein mit dem schlichten Namen Scout getauftes Mädchen und ihr Hund (Daisy/Aesop) kämpfen sich durch ein überflutetes Amerika, ziehen mit ihrem Floss über einen unendlich scheinenden Fluss und legen immer wieder an kleinen Inseln an um jedes kleine Fleckchen Land nach allem zu durchkämmen was zum Überleben zu gebrauchen ist. Ein schweres Unterfangen, denn mit dem Stillen von Hunger sowie Durst allein ist es nicht getan, das Duo muss sich zudem vor äußeren Einflüssen als auch Gefahren schützen. Wildes wie aggressives Getier, Verletzungen und Krankheiten, sowie Sturm, Regen als auch Kälte und Müdigkeit kann und wird ihnen zusetzen, wenn sie nicht für alle Fälle gerüstet sind.
Der Spieler steht hier vor der Herausforderung sich frühzeitig mit den wichtigsten Ressourcen einzudecken und diese zu verwalten, parallel aber auch immer ein wachsames Holzauge auf Scout und ihre Umgebung zu werfen. Nahrung jeder Art und Wasser stehen natürlich an erster Stelle, aber auch natürliche Stoffe wie Holz, Feuerstein, bestimmtes Gewächs usw. sind nicht minder wichtig, da mit diesen spartanisches Werkzeug, Fallen und Waffen hergestellt werden muss. Ebenso gehört die Jagd zur Überlebenskunst dazu, denn neben dem Fleisch zum Verzehr sind auch Felle von unschätzbarem Wert, lassen sich aus diesen doch Beutel zum Vergrößern des begrenzten Inventars und warmhaltende Kleidung nähen, die man früher oder später bitter nötig haben wird. Und da wäre noch das bereits erwähnte Floss, das nach Kollisionen mit regelmäßigen Reparaturen immer in Schuss zu halten und mit Upgrades zu verbessern ist, weil der Fluss keine Gnade kennt, sich dann und wann auch mal zum reissenden Strom entwickelt.
Es gibt zwei Spielarten in TFitF, den Story- und den Endlos-Modus. Der Ausgangspunkt ist bei beiden stets der Gleiche:
Scout plus Hund verlassen das Start-Camp welches mit Hilfstexten und Hinweisschildern eine grobe Einführung in die Spielmechanik von TFitF gibt. An dessen kleinem Anlegehafen beginnt die Reise auf dem ruhigen Gewässer das unser Duo durch unwirtliche wie zerstörte Orte führt. Da die Welt nie gleich bleibt und in jedem neuem Spiel anders aufgebaut wird gibt es keine Wiederholungsmuster, das betrifft sowohl die Länge und Häufigkeit von Stromschnellen, die Verteilung der ansteuerbaren Inseln als auch die Ressourcen die sich auf diesen vorfinden lassen. Die Spielerfahrung in beiden Modi ist so gesehen also identisch, der einzige Unterschied liegt darin dass der Story-Modus eine kleine, wenn auch nicht sehr ausufernde Rahmenhandlung und Zielvorgaben beisteuert. Ca. 40 Fluss-Meilen gilt es hier für den Abschluss zu bewältigen, dazu gibt es noch eine kleine Anzahl an Checkpoints an denen man nach dem Tod von Scout nochmal ansetzen kann ohne gleich komplett von vorne beginnen zu müssen. Der Endlos-Modus dagegen kennt – wie es sein Name schon aussagt – keine Begrenzung und endet erst mit dem Tod des Spielcharakters - und dann unwideruflich, egal wie früh oder spät sich dieser ereignet, aufgrund des Ausbleibens von Checkpoints. Spieler die sich zum allersten Mal an TFitF heranwagen sind gut damit geraten sich zunächst am Story-Modus zu versuchen, der Endlos-Modus kommt hinterher in Frage wenn man seine persönliche Überlebens-Rekordzeit verbessern möchte. Man sollte ihn auch deshalb probieren um alle restlichen Crafting-Gegenstände herzustellen und deren Verwendungszwecke kennen zu lernen, da im Story-Modus nicht nahtlos alle zum Einsatz kommen können, bedingt durch besagte prozedurale Welt.
Wie viele andere Rogue-Likes – so wie es mir zumindest zu Ohren gekommen ist – ist auch TFitF ein unbarmherziges Biest mit einer sehr steilen Lernkurve. Der Schwierigkeitsgrad dieses Spiels steht und fällt mit der eigenen Erfahrung innerhalb des Genres und der Anpassbarkeit an der jeweiligen Situation. Die Grundzüge des Spielprinzips an sich sind verständlich, spezielle Kniffe und Tricks ergeben sich jedoch erst durch pures Ausprobieren da TFitF diesbezüglich unzureichende Informationen liefert. Beispielsweise hab ich erst nach Stunden herausgefunden dass Wasser nicht nur aus gewissen Pflanzen und selten vorkommenden Wasserhähnen/Brunnen, sondern auch durch pures Auffangen von Regen und Filten von Schmutzpfützen gewonnen werden kann. Solche Möglichkeiten sind leicht zu übersehen, aufgrund von Bedienungsunterschieden zwischen dem verschachteltem Crafting-Menu und dem Quick-Menu. Etwas unglücklich von den Entwicklern gelöst, denn kommt man nicht von selbst auf diese Feinheiten dahinter ist es durchaus denkbar dass TFitF viel, viel schwerer empfunden werden kann als es in Wahrheit ist.
Aber mal ab von diesem kleinen Design-Schnitzer ist dieses Spiel ein immer wieder spannendes Erlebnis mit einer ganz besonderen Atmosphäre, letzteres ist vor allem dem Grafikstil und der Musik zu verdanken. TfitF macht von sehr kräftigen Farben, Licht-/Schatteneffekten, Tag/-Nachtwechseln und eher grob gehaltenen Texturzeichnungen Gebrauch, was in sehr schönes Gesamtbild ergibt. Die Darstellung von Scout und den wenigen anderen NPCs auf die man unterwegs trifft ist in leicht surrealistischer Form gehalten die – wenn auch nur entfernt – ein wenig an die Malkünste Pablo Picassos erinnert, im Speziellen deren Gesichter lassen Inspirationen in dieser Richtung vermuten. Sein auffälligstes Merkmal ist und bleibt jedoch der tolle Soundtrack, der regelmäßig Folk-/Country-Stücke von Chuck Ragan einspielt und für ein passendes Outback-Feeling sorgt. Jeder seiner Songs hat was Besonderes, der eine drückt mit Tempo und Kraft die Emotionen der Abenteuerlust aus, der nächste erfüllt den Augenblick mit purer Melancholie, ein andern Mal meint man eine Melodie über Verlust, Vergänglichkeit und die Unbändigkeit der Natur zu vernehmen. Herrlich. Einfach herrlich.
Eine Anmerkung noch an der deutschen Textübersetzung:
Diese ist soweit gut und fehlerfrei ausgefallen, jedoch nicht überall sauber ins Interface/Crafting-Menu integriert, wohl aufgrund begrenzter Zeichenfelder. Einige Item-Umschreibungen sind dadurch etwas „beschnitten“ oder Item-Aktionen (beispielsweise „Kompletten Speicher konsumieren“) so stark verkürzt dass man deren Bedeutung gerade so erahnen kann. Da aber TFitF ein Kickstarter-produzierter Indie-Titel ist kommt es von meiner Seite nochmal mit nem blauen Auge davon, Triple-A-Produktionen würde ich diesbezüglich stärker rügen.
Fazit:
Ein traumhaftes Survival-Game, mit bildschönen Panoramen am wilden Fluss, durchdringenden Songs und anziehendem Gameplay. Wie andere seiner Genre-Vertreter kein leichter Brocken und nicht ganz frei von Schwächen, dennoch ein Rogue-Like mit unverbrauchtem Setting und stilistischer Einzigartigkeit.
Steam User 25
Hach schön... einmal wie der gute, olle Huck Finn den Fluss runterschippern... das ist meditativ und entspannend, so viel Freiheit und Abenteuerlust gönnt man sich ja selten.. oder lieber Leser?
Also nimm Platz auf Deinem treuen Floss, den Grashalm zwischen den Lippen und...
... hoppla?
Was war denn das? Haha, Du mal wieder. Schneidest Dich an nem Grashalm, typisch Du mit Deiner Tollpatschigkeit.
Tja, die Wunde ist zum Glück winzig...
... aber entzündet sich sogleich und bald biste ne vor Eiter aufgequollende Wasserleiche, hah!
Ging flott, oder?
Aber nicht verzagen, versuchs einfach nochmal.
Also ab aufs Floss und fahr ruhig ein wenig schneller, sonst kommst Du ja nie ans Ziel..
... aber bitte nicht zu schnell, denn sonst übersiehst Du am Ende noch die vielen spitzen Felsen...
.... oh oh...
Ja Hmmmmm... da wurde Dein Floss wohl zur Titanic, aufgeschlitzt vom steinernen Hindernis und Du säufst jämmerlich ab ins frühe Wassergrab.
Aber egal, gleich nochmal:
Ab aufs Floss und schon...
... stürzen sich hungrige Wölfe auf Dich, zerfetzen Dich bei lebendigen Leib, Du wirst von dutzenden tödlicher Krankheiten heimgesucht und dann ist auch noch das Wasser alle, Du verdorrst am Tage und erfrierst des nächtens, grässliche Bären verschlingen Dich als Appetithappen nebenbei und dann verdirbst Du Dir den Magen an den letzten kümmerlichen Essensresten bevor Du am Schluss ja doch verhungerst und das alles...
....
....
.... passiert sicher bereits in den ersten Stunden, in denen Du dieses tiefenentspannte und total beschauliche Flussfahrt-Abenteuer spielst.
Toll, oder?
Und ja: Das ist toll!
Für den Rogue Like Fan von Welt jedenfalls schon und wenn man dann auch noch was mit knallharten Survival Mechaniken anfangen kann, wirds gleich nochmal deutlich spannender.
Wenn aber nicht:
Dann nicht!
Ich sags gleich eingangs: Dieses Spiel ist echt schwer, richtig fies unverzeihlich und vor allem, eben ein waschechtes Rogue Game, das heißt: Du Sterben gehört zum Handwerk und der Tod eben zum Leben dazu.
Und wenn Dir das nicht passt:
Dann biste eben ein Weichei... äähhhmmmm... dann gehörst Du eben nicht zur Zielgruppe dieses kleinen, aber feinen Survival Games, das mit seiner niedlichen stilisierten Grafik und dem wunderbar entspannenden Sound erstmal so einladend daherkommt.
Also überlegs Dir gut, ob Du den Anker lichten und Dich flussabwärts begeben willst.
Und ach ja: Überlegs Dir eigentlich nicht zu lange, im Sale kostet der Spaß höchstens zwei Münzen und da kannst Du das Risiko schonmal eingehen, was soll schon passieren?
Im Zweifel schaltest Du nach zwei Stunden frustriert ab und dann wars immer noch ein interessantes Erlebnis. Und falls nicht, kriegst Du einiges geboten und zwar:
Ne wirklich tolle Optik. Mir gefällt der kantige Comic Look nämlich extrem gut, alles wirkt wie aus einem Guss und die Wildnis sieht so wunderbar tödlich schön und gleichzeitig gefährlich ungezähmt aus... klasse!
Soundisch triffts meinen Geschmack auch, denn entspannt den Fluss runterschippern macht mit nem ohrwürmigen Soundtrack gleich doppelt Spaß und die akustische Naturkulisse umschmeichelt die Ohren zusätzlich.
Und nun kommt dann der Knackpunkt:
Scout, so der Name des Mädels, das wir spielen und ihr treuer Hund müssen ordentlich struggeln, um im der unberührten Natur nach irgend einer obskuren Katastrophe zu überleben. Menschenleer liegt die Flusslandschaft da und nicht nur Hunger und Durst gängeln die beiden permanent, sondern auch Kälte und Schlafmangel können ihnen arg zusetzen.
Und das ist ne knallharte Tretmühle.
Und ja, da bist Du echt am rotieren, Du flösst nicht entspannt mit dem Strom vor Dich hin, sondern suchst ständig das Ufer ab: mal nach Vorräten, oder Möglichkeiten, Deinen Kahn auf Vordermann zu bringen... oder auch nach Plätzen zum ankern und für nen kleinen Landgang.
Dann erkundest Du die Gegend, sammelst Kram auf, jagst Tiere und craftest, was das Zeug hält. Das alles in verschiedenen Biomen und mit unterschiedlichen Gefahren und wenn Du wirklich nur nen kurzen Moment nicht aufpasst, ists um dich geschehen.
Dann hat Hundi zumindest nen bisschen Kram im Gepäck für den nächsten Anlauf, so geht hier Rogue Like Fortschritt.
Dabei sind im Grunde alle mal wieder gegen Dich. Verräterische Raben kündigen absolut jedem tödlichen Wildtier Deine Ankunft an, die Ressourcen sind knapp bemessen und leider zufällig verteilt, was schonmal zu gemeinen Engpässen führen kann.
Und da steigt dann so Mancher eben aus.
Ja, ich war auch ab und zu frustriert, wenn ich ein dringend benötigtes Gut nicht gleich griffbereit am nächsten Ankerplatz hab liegen sehen.
Tja,
Thats Life.
So ist das halt in der entzivilisierten Apokalypse. Da gibts nicht alles auf dem Silbertablett!
Und ja, das ist eben total realistisch, trotzdem versteh ich jeden, der hier geistig und auch am Rechner abschaltet - denn das kann echt nerven.
Bist Du allerdings Rogue Likes gewohnt, hakst Du sowas als normalen Todesfall ab und machst halt im nächsten Run entspannt weiter.
Bist Du sowas nicht gewohnt, drückst Du spätestens hier den Deinstall-Button und fertig.
Dann verpasst Du zwar ne nett gemachte Kampagne mit NPCs am Wegesrand bzw- Ufer und nen Endlosmodus, der eigentlich nur Selbstzweck ist und so gar nicht motiviert... aber egal.
Das Spiel wurde nicht umsonst so zwiespältig aufgenommen, man liebts oder man hassts eben.
Und der Knackpunkt mit den manchmal einfach unglücklichen und auch mal unvermeidlichen Toden ists dann eben, also frag Dich selbst, ob Du solcherlei Frust-Momente entspannt weglächeln kannst, oder es lieber sein lässt.
Falls Du aber am Ball bleibst, kriegst Du hier ein schickes Survival Game mit nem ganz anderen Ansatz und dem interessanten Dreh, dass es immer weiter geht und Du nie stagnieren kannst - es ist schließlich alles jederzeit im stetigen Fluss ;-)
Und für ganz günstig guck halt mal rein, da wünsch ich Dir beim flössen, sterben, Hundi mit Loot beladen, in Stromschnellen Hindernissen ausweichen und Dich an Grashalmen schneiden wie immer...
... viel Spaß ;-)
Und hey, wenn´s Dir gefallen hat, ne Runde von mir zu lesen, dann klick hier
und da gibts mehr von mir auf meiner Kuratoren-Seite. Schmökern for free: Also stell Dir nen Tee bereit und viel Spaß beim Lesen...
Steam User 22
Sorge für genug Nahrung, ein warmes Feuer, ein trockenes Plätzchen zum schlafen und verteidige dich gegen allerhand wilder Tiere. Ein Roguelike wie viele andere, und doch irgendwie anders. Denn schon auf dem Fluss, den du mit deinem Gefährt befährst, kann dich die nächste Ströhmung in den Tod reißen. Sammeln, Crafting und die Aufwertung der eigenen Werkzeuge/Kleidung/Fortbewegungsmittel ist hier lebensnotwendig. Und das alles in einer sehr bunten, stimmigen herbstlichen, aber verlassenen Welt. Grafik und Sound (Super Soundtrack !) überzeugen, Gameplay und Crafting gehen einfach von der Hand. Manchmal ein bisschen platt, aber nett erzählt. Lohnt sich !
Steam User 14
The Flame in the Flood
Von The Molasses Flood entwickelt und The Molasses Flood & Curve Digital rausgebracht.
Wenn euch die Review hilft und/oder gefällt, dann folgt doch unserem Reviewprogramm! Und schreibt ruhig in die Kommentare wenn ihr mir etwas zu dieser Review mitteilen wollt.
Story
Kalt ist die Nacht und düster, peitschende Winde treiben Sturmwolken vor sich her und Raben mit gelb glühenden Augen warten auf euer Ableben. Du sitzt am Feuer und wärmst dich auf, als ein Hund durch das Unterholz auf dich zukommt. Er zieht einen roten Rucksack mit sich, ein Emblem prankt auf dem Verschluss und im Innern befindet sich ein Radio. Du erfährst von einem sicheren Ort, dem Königreich, flussabwärts und begibst dich, zusammen mit deinem neuen vierbeinigen Freund, auf die suche nach jenem Zufluchtsort...
Ihr reist auf einem Fluss durch ein postapokalyptisches Amerika, legt an verfallenen kleinen Häfen entlang des reißenden Wassers an und trotzt der Natur. Begleitet wirst du von deinem treuen Hund, welcher einen Teil deines Gepäcks mit sich tragen kann und dich auf Ressourcen aufmerksam macht.
Je weiter du dem Fluss folgst, desto düsterer und gefährlicher wird die Welt.
Gameplay
Ihr steuert eure Figur oder das Floß via WASD, greift mit I auf euer Inventar zu und habt eine Reihe von Schnellzugriffen, unter anderem über die Tasten 1 (Medizin), 2 (Nahrung) und 3 (Fallen u.ä.). Eure Aufgabe besteht darin, eure Werte (Hunger, Durst, Körpertemperatur und Energie) oben zu halten, Knochenbrüche und Vergiftungen zu kurieren und dem Flusslauf mit eurem Floß zu folgen. Egal ob in der Wildnis oder in verfallenen Küstenstädten, überall verstecken sich Ressourcen und Gefahren. Schlechtes Wetter kann euch das Leben genauso schwer machen wie ein hungriger Wolf oder eine bissige Klapperschlange, gereizte Wildschweine und alles andere als knuddelige Teddybären. Ihr müsst Nahrung sammeln und gegebenenfalls haltbar machen, Wasser reinigen, eure Kleidung wetterfest machen und Arzeneimittel herstellen oder suchen. Mit Hilfe von Fallen könnt ihr nicht nur einen frischen Hasenbraten fangen, sondern euch auch gegen Wildschwein, Wolf und Bär behaupten.
Neben dem Wetter gibt es auch einen Tag und Nachtzyklus welcher einfluss auf eure Werte nehmen kann (kalte Nacht, heißer Tag u.a.).
Der Fluss ist ebenso voller Gefahren wie das Land. Reißende Stromschnellen und plötzlich auftauchendes Treibgut in Form von Kontainern, Autowracks und weggebrochenen Häuserhälften, machen die Fahrt zu einem Abenteuer. Wird euer Floß zu oft und schwer beschädigt geht ihr unter!
Das Spiel speichert automatisch sobald ihr einen Checkpoint erreicht habt, schlaft oder einen neuen Ankerplatz betretet.
Neben Tieren, die euch fressen wollen und welchen, die ihr futtern wollt, begegnen euch auch ein paar andere Menschen, welche in der Wildnis überleben und euch gelegentlich Tipps und sogar Ausrüstung geben.
Grafik und Sound
Die Charaktere sind in einem eigenwilligen Cartoon-Stil gehalten, die Tiere und die Landschaft hübsch gestaltet.
Neben den Tiergeräuschen, dem Rauschen des Windes, dem Prasseln des Regens und dem Klang der wilden Wasser; bietet dieses Spiel eine wirklich gute Hintergrundmusik, die teilweise nicht nur aus simplen Gedudel, sondern richtigen stimmungsvollen Songs mit Gesang bestehen.
Fazit
Dieses Spiel fordert Geschick und Taktik. Es hält gut bei Laune und hat mich mehr als einmal die Zeit vergessen lassen.
Der Schwierigkeitsgrad wird stetig fordernder, aber nicht unfair. Wer Spaß an Survival-Spielen hat kann hier ruhig zugreifen.
Steam User 9
Postapokalypse im Flussdelta
Bei The Flame in the Flood fallen einem wohl als erstes der stimmige Look und ganz besonders die warme Country-Musik positiv auf. Das sind auch eindeutig die beiden Aspekte, welche den Titel von der reichlich vorhandenen Survival-Konkurrenz abheben. Doch zum Glück verbirgt sich hinter dieser Fassade auch ein kompetentes Spiel, dessen Mechaniken mich zumindest für den Verlauf des Storymodus gut auf Trab gehalten haben.
Von Story kann aber nur begrenzt die Rede sein, denn abseits des Endes gibt es nur wenige Momente, in denen die Handlung wirklich vorangetrieben wird. Die kurzen, schrägen Dialoge mit gelegentlich auffindbaren NPCs haben zwar durchaus ihren Charme, doch der Fokus liegt klar auf der Atmosphäre und den Spielmechaniken. Etwas schade, denn das Setting einer postakopalyptischen USA, in dem eine Naturkatastrophe scheinbar fast jede Menschenseele ausgelöscht haben, birgt sicher Potenzial in diese Richtung. Gerade weil das Setting fernab von Zombies oder Mutanten angenehm geerdet wirkt.
Ein schwungvoller Floattrip
Dafür machen die Entwicklerveteranen von The Molasses Flood beim Gameplay einiges anders. Wir starten am Ufer eines Flusses, der durch die Katastrophe zu einem reißenden, gefährlichen Delta an verschiedenen Wasserwegen angeschwollen ist. Die Aufgabe ist es, uns und unseren treuen Hund als Begleiter auf einem ausbaubaren Floß sicher zur nächsten Anlegestelle zu navigieren. Das spielt sich nachvollziehbar, einigermaßen griffig und angenehm frisch. Welches Ziel wir dabei genau ansteuern, entscheiden wir selbst - oder auch unser Magen, denn es gilt, stets die Bedürfnisse Hunger, Durst, Temperatur und Schlaf im Blick zu behalten. Die ansteuerbaren Inseln sind in eine Handvoll Typen unterteilt. So gibt es Wildnis-Inseln, auf denen die Chance höher ist, Hasen oder Wölfe zum Jagen zu finden, oder verlassene Krankenhäuser für Medizin-Nachschub, wenn wir in der Hektik mal wieder aus Versehen das Hasenfleisch roh gegessen haben.
Hektik ist auch ein gutes Stichwort, denn das wechselhafte Wetter, gefährliche Raubtiere und die anderen Widrigkeiten dieser unwirtlichen Welt halten uns stets auf Trab. Ein gutes Inventarmanagement ist der Schlüssel zum Erfolg, denn nur so lässt sich der Überblick über die Vielzahl an Craftingmöglichkeiten und den Stand des eigenen Bestands behalten. Allerdings pausiert das Spiel im Inventarmenü nicht - das heizt einem ordentlich ein, denn im strömenden Regen in Seelenruhe Zunder für das essentielle Lagerfeuer zu craften, ist nicht, wenn man nicht in Windeseile erfrieren möchte. Ich selbst habe diese Herangehensweise aber als angenehm herausfordernd und glaubwürdig wahrgenommen, da so die Gefahren der Natur nochmal etwas eindringlicher wirken. In der Realität kann man beim Griff in den Rucksack ja auch nicht einfach das Leben pausieren.
Fressen oder gefressen werden
Überhaupt ist The Flame in the Flood kein besonders gnädiges Spiel. Der einfachere der beiden Schwierigkeitsgrade verzeiht zwar durchaus auch mal ein bisschen Fehlmanagement oder einen unbeholfenen Einsatz des Jagdbogens gegen die wendigen Wildschweine, doch zu sehr sollte man sein Glück nicht herausfordern. Gerade zu kalte Kleidung kann sich schnell mal zum Todesurteil in der amerikanischen Wildnis entwickeln. Außerdem erklärt einem das Spiel kaum etwas, doch wie schon die nicht pausierbaren Menüs habe ich das als gute Designentscheidung wahrgenommen. Gerade die ersten Begegnungen mit einem oder gleich mehreren Wölfen haben so die besondere Würze bekommen - obwohl ich nur möglichst schnell Reißaus genommen habe, da ich noch keine Ahnung hatte, wie ich diesem Tier beikommen soll. Doch so wäre es realistisch betrachtet in echt ja auch.
Einen größeren Negativpunkt gibt es aber auch: Die Optik der Inseln wiederholt sich nach einigen Stunden doch sehr. Hier haben wohl Ressourcen für mehr Vielfalt gefehlt. Dieser Punkt war sicher auch ausschlaggebend, dass ich nach Beenden der Story dann nicht noch in das Gewässer des End(f)los(/ß)modus gestochen bin. Außerdem ist die Bedienung abseits der Floßsteuerung etwas umständlich.
Fazit
The Flame in the Flood bringt mit seiner rauen, tief amerikanischen Atmosphäre, der Floßmechanik und motivierenden Survivalmechaniken eine frische Strömung ins Genre. Soundtrack, Setting und Gameplay können die Kritikpunkte hinsichtlich der marginalen Story und der auf Dauer zu gleichförmigen Gestaltung der Inseln aber nicht gänzlich hinwegspülen.
Wertung
74
Steam User 11
The Flame in the Flood
Hier geht es ums Überleben. Auf eurer Floßreise legt ihr immer wieder an unterschiedlichen Gebieten an, um diese zu erkunden. Vielleicht gibt es guten und einfachen Loot. Vielleicht gibt es keine Gegner. Manchmal gibt es nur Gegner und Sachen, die ihr gar nicht benötigt.
Gerade zu Anfang lief bei mir wirklich alles schief.
- Zack Bein gebrochen und natürlich nichts zum behandeln da. Was brauche ich dafür überhaupt?
- Oh die Ameisen und Büsche sind böse
- Drei Wölfe auf einmal. Echt jetzt?
- Mir ist zu kalt und jetzt regnet es auch noch.
- Essen wird knapp
- und und und ...
Die erste Zeit habe ich also damit verbracht in vielen Misserfolgen die Spielmechanik zu lernen. Das Spiel unterstützt den Spieler sehr gut. Wenn es Wölfe gibt, hört man diese schon heulen oder Schlangen zischen. Ameisen erkennt man beim zweiten Mal besser. :-)
Zur Lernkurve gehörte bei mir, dass nicht jeder Wegpunkt 100% ausgeräumt werden muss. Wenig Risiken eingehen. Das hält lebendig. Nicht zu lange nichts machen.
Natürlich ist das Inventar immer viel zu klein und mein Sammelzwang war fassungslos, als ich 3x Wildschweinleder weggeworfen habe, weil ich den Platz für etwas anderes brauchte. (Hätte ja zum Glück noch einen 5er Stapel).
Es macht sehr viel Spaß, wenn es mal etwas läuft und die Aufrüstung von Werkzeugen, Floß und Kleidung in den Mittelpunkt rückt. Natürlich freute ich mich dann auch, als ich die ersten drei Wölfe auf einer Karte und das Wildschwein besiegen konnte.
Ein schöner Moment war, als mir ein Bär im Sprint entgegen kommt, aber davor noch ein Wolf flitzt. Der Bär hat sich dann mal um alles gekümmert und ich mich anschließend um den Bären.
Die Sounds und die Musik in dem Spiel sind für mich fantastisch und unterstreichen das Spielerlebnis.
In Summe war es nur mein Ziel die Kampagne 1x fertig zu bekommen. Das habe ich geschafft und freue mich. Für die ganzen Erfolge wäre es nötig mehrere Endlosspiele zu starten. Das wird mir aktuell nicht so viel Spaß machen.
Trotzdem Daumen hoch. Mir hat das Spiel gefallen. Es war eine schöne Reise.
Kaufempfehlung.
Steam User 49
Habe meine Meinung zum aktuellen Stand des Spiels mal in Videoform zusammengefasst, um euch die Kaufentscheidung vielleicht ein wenig zu erleichtern: