Northern Journey
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A norwegian happysad game set in a northern land! Adventure through a beautiful and very varied wilderness. Dive, fly, use ziplines and find different weapons to aid your journey to reach the cold mountains and below. Encounter over 50 unique bosses and enemy types!
Very varied. Atmospheric and melancholic. Other times fast-paced fighting. Dark humor and dread!
A linear game meant to be finished, without bloat, grind or sidequests.
Music is custom made for each level.
Each level has its own theme and style, and often unique mechanics.
Fast and nimble game. Even older systems can run this game, as it is highly optimized.
Game currently only supports keyboard+mouse.
Steam User 1
Positiv:
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+ enorm dichte & surreale Atmosphäre, die ihresgleichen sucht
+ beeindruckende Soundkulisse, allen voran der psychedelische Soundtrack
+ ungemein mysteriös & grotesk wirkende Spielwelt & Charaktere
+ überzeugend gruselig dargestellte skandinavische Folklore
+ keinerlei pre-made Assets, ALLES ist handgemacht (!)
+ sehr viele kreative & hervorragend präsentierte Set Pieces
+ imposant dargestellte Landschaften
+ thematisch wunderbar abwechslungsreiche Level
+ wunderbar ausgetüfteltes Leveldesign
+ bemerkenswert umfang- & facettenreiches Gegnerdesign
+ simpler, aber sehr eingängiger & launiger Retro-FPS-Gameplay-Loop
+ kinderleichte Bedienung (Maus & Tastatur)
+ spaßige & aufwendig inszenierte Waffen
+ recht gutes Pacing mit allerlei interessanten Aufgabenstellungen
+ die Spielwelt steckt voller Belohnungen
+ beeindruckender Gesamtumfang für ein Ein-Mann-Projekt
+ läuft (erstaunlicherweise) größtenteils bugfrei & stabil auf meinem System
Negativ:
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- optisch sehr grob & unglaublich hässliche wirkende Charaktermodelle….
- …unansehnlich gestreckter & gestauchter Texturenmatsch in jeder Ecke der Spielwelt…
- …und eine sonderbar krude Farbgebung sowie merkwürdige Shader nagen ständig am Gesamteindruck
- nur in Englisch verfügbar
- Gameplay-Mechaniken, die sich sehr janky anfühlen (das Kampfsystem!)….
- …sowie eine sehr steile & unwegsame Levelarchitektur, die im Laufe des Spiels für viele ungewollte Tode sorgt, haben deutlich negativen Einfluss auf die Immersion
- keinerlei Nahkampfmechanik
- strunzdumme Gegner-KI
- geringer Wiederspielwert
System:
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> Win 10 64 Bit
> Rzyen 7 5800X3D
> RX 7900 XT 20 GB VRAM
> 32 GB RAM
> ASUS Xonar GDX
> Teufel Concept C 200 2.1
„Northern Journey“ (NJ) ist ein bemerkenswertes Stück Software. Wenn man es schafft, über die technischen Schwächen hinwegzusehen und außerdem eine ordentliche Toleranz für Jank hat, wird man mit einem enorm atmosphärischen Spiel belohnt, in dem so dermaßen viel kreative Energie und Schaffenskraft steckt, dass so mancher Vollpreistitel daneben völlig verblasst.
Ein Shout-Out geht raus an MandaloreGaming, denn ohne ihn hätte ich nie von NJ erfahren, da es so gut wie keine Berichterstattung zu diesem Indie-Titel gibt. Zugegebenermaßen macht NJ auf dem ersten Blick wirklich nicht viel her und ich verurteile niemanden, der es gedanklich direkt mit den abertausenden Shovelware-Games, die auf Steam verfügbar sind, auf eine Stufe setzt. Ja, NJ kann zum Haare raufen janky sein. Nachdem man zum dreißigsten Mal in den Tot gestürzt ist, weil man nicht exakt mittig oder mit nur schwer zu kontrollierendem Momentum über die sehr, sehr schmalen und nicht immer eindeutigen Pfade gebrettert ist und man feststellt, dass es am Effizientesten ist, einfach neu zu laden, wenn ein Gruppe Gegner in Nahkampfreichweite kommt, weil diese oft viel zu schnell sind, um sie abzuschütteln und eine gute Chance besteht, dass sie in ihrem Attacken-Script festhängen und dann kaum mehr zu treffen sind, beginnt man sich unweigerlich zu fragen, ob es das ganze überhaupt wert ist. Auch grafisch ist NJ ein Spiel der Gegensätze. Auf der einen Seite ekelt man sich fast schon vor den bodenlos hässlichen NPCs und wundert sich immer wieder über die farblich komplett übersättigten sowie… „shaderlosen“ Abschnitte, in denen man sich vorkommt, als würde man ein N64-Spiel spielen, nur um danach Areale vor die Nase gesetzt zu bekommen, die so melancholisch schön daherkommen, dass man sich unweigerlich an so prägende Spiele wie Shadow of the Colossus erinnert fühlt.
Unbestreitbar beeindruckend ist jedoch, dass der Ein-Mann-Entwickler aus Norwegen sämtliche Inhalte selber erstellt hat, wie aus seinen YouTube-Videos hervorgeht. Und NJ ist beileibe kein kleines oder kurzes Game: Verschiedene Biome, 50 verschiedene Gegner, die man teilweise nur einmal im Spiel trifft, aufwendig animierte Waffenmodelle, verspielt wirkende Apparaturen, toll in Szene gesetzte Orientierungspunkte - die Liste ist lang. Wenn man auf die Menge an Inhalten blickt, die in diesem Spiel stecken, wird einem bewusst, dass das, was man hier über den Bildschirm flackern sieht, nicht weniger als die konzentrierte Schaffenskraft eines Mannes ist, der mit unglaublich viel Herzblut etwas sehr kreatives erschaffen hat. Und wenn so etwas nicht unterstützenswert ist, dann weiß ich nicht, was ist.
Auch in einem anderen Punkt überzeugt NJ eindeutig: Nämlich bei der Atmosphäre. Sie ist es, die mich immer wieder vorangetrieben hat. Tatsächlich war ich so gebannt von dieser faszinierenden und grotesken Spielwelt, dass ich NJ fast in einem Rutsch durchgespielt habe. Der markante Soundtrack, mit seinen mal ätherischen, mal gespenstischen, und mal treibenden Tracks, trägt viel zur meiner Einschätzung bei und es ist schwer zu erklären, wenn man es nicht selber gespielt hat. Das Einzige, was mir einfällt, was dem Vibe des Spiels auch nur annähernd gleichkommt, sind die surrealen Dark Fantasy Filme der 80er Jahre, wie z.B. „Willow“ oder „Feuer und Eis“.
Man begibt sich auf eine Reise durch ein unbestimmtes nordisches Land und durchquert gleich zu Beginn ein Dorf voller Wunderlinge, was direkt für den ersten WTF-Moment sorgt, inklusive eines mysteriösen Flötenspielers, der von da an als Guide fungiert. Die Spielwelt fühlt sich aufgrund der komplett handgefertigten Inhalte durchweg sehr magisch und auch etwas kafkaesk an und man merkt kaum, dass es an sich kein nennenswertes Storytelling gibt und hier wirklich „Der Weg ist das Ziel“ gilt, wie man so schön sagt. Wie in der klassischen Heldenreise begibt man sich in dunkle Abgründe, besteigt hohe Gipfel und kämpft gegen allerlei Fieslinge, bis man schließlich Richtung Finale geführt wird, dass sich ehrlich gesagt etwas zu sehr gestreckt und selbst für die Verhältnisse dieses Spiels unangenehm skurril anfühlt, sodass hier die „jankiness“ des Spiels nochmal deutlich in den Fokus rückt.
Was das Gameplay angeht, so ähnelt NJ entfernt Spielen wie Skyrim und Arx Fatalis. Man arbeitet sich von einer Map zur nächsten vor und erledigt dabei simple Aufgaben, sucht Schlüssel, schaltet Abkürzungen frei und erledigt den ein oder anderen Boss. Erstaunlicherweise bleibt das Ganze von Anfang bis Ende spannend und wird nie repetitiv, weil NJ erstens ein Titel ist, bei dem man nie weiß, was hinter der nächsten Biegung auf einen lauert und zweitens die vielen Aufgaben, so simpel sie auch sein mögen, äußerst abwechslungsreich inszeniert und hervorragend ins Gameplay integriert werden. Gameplay-Twist um Gameplay-Twist wird nach und nach hinzugefügt und es ist absolut vorbildlich, wie viel Mühe der Entwickler sich gegeben hat, auch den völlig bescheuerten Aufgaben und Apparaturen eine Art… „Nachvollziehbarkeit“ zu verleihen, was dem Worldbuilding sehr zugutekommt. Erwartungsgemäß wird sich ausführlich an der nordischen Folklore bedient und auch, wenn der Fokus deutlich auf realen Vorbildern basierenden, alptraumhaft großem Krabbelzeug liegt, so wird man ebenfalls mit mystischen Kreaturen konfrontiert, die oft besondere, nicht selten magische Gegenmittel erfordern. Besonders schwer wird das Spiel dabei nie, obwohl die auf eine gewisse historische Genauigkeit bedachten Waffen allesamt eine Lernphase erfordern und das Grundtempo an sich recht hoch sein kann, was wiederkehrend für Probleme sorgt, vor allem in den Kämpfen (siehe: „sehr, sehr schmale Pfade“). Auch fällt auf, dass es trotz entsprechend vorhandener Waffen keine Nahkampfmechanik gibt und man de facto keinerlei Möglichkeit hat, zwischen sich und den wieselflinken Gegnern Distanz zu schaffen, wenn nötig. Eine Trittmechanik wäre hier ein Segen gewesen. Aber wie auch immer, das sind alles Dinge, die in keinster Weise einen Deal Breaker darstellen.
8/10
Steam User 1
Yes. This game will be fun. Said the guy with no pants and a pet worm
Steam User 0
Die ersten 60 Minuten des Spiels wirken wie ein reines 0815 Fun-Game. Matschige, wenn auch atmosphärische, Umgebung und absurd (vermutlich absichtlich XD) hässliche Charakter-Modelle vermitteln nicht gerade den Anschein eines ernst zu nehmenden Produkts. :D
Sobald sich die Spielwelt, die mit vielen Abkürzungen und ihrem vertikalen Aufbau sehr Metroidvania-artig wirkt, aber etwas öffnet, merkt man, dass sich unter der trashigen Fassade ein wirklich kompetent designetes Spiel versteckt.
Wer auf oldschool adventure-games steht und tolerant gegenüber dem janky Gameplay ist, bekommt hier ein wirklich abwechslungs- und ideenreiches Abenteuer geliefert.
Jeder der über 50 verschiedenen Gegnertypen taucht gerade mal an 1-2, maximal 3 Stellen auf, bis das Spiel wieder mit einer neuen Gameplay-Idee überrascht.
Generell lässt sich aber sagen, dass das Spiel in seinen Adventure-Passagen, trotz der immer größer werdenden Auswahl an Fernkampfwaffen, deutlich mehr glänzen kann als in den sehr hakeligen Kämpfen.
Die Story, die sich währenddessen langsam entfaltet, ist zwar nichts besonderes aber herrlich dämlich :D Trash-fans werden ihre Freude haben.
Einzig und allein im letzten Drittel geht dem Spiel designtechnisch (NICHT inszenatorisch) leider die Luft aus. Die Progression wird im Gegensatz zur ersten Hälfte plötzlich streng linear und die einzelnen Abschnitte fühlen sich im Vergleich zu vorher etwas zu gestreckt an.
Zwar warten gegen Ende des Spiels mitunter die abgedrehtesten und visuell eindrucksvollsten Szenarien auf uns, aber bei ca. 13-15h Spielzeit ziehen sich die letzten 3 Stunden wirklich sehr. Auch, weil hier nicht mehr wirklich neue Mechaniken eingeführt werden, wodurch die technischen Schwächen (vor allem des Kampfsystems) zu einigen frustrierenden Bosskämpfen führen.
Nichts desto trotz ist Northern Journey von vorne bis hinten ein absoluter Fiebertraum von einem Spiel, den man selbst erlebt haben sollte, wenn man sich nicht an den vielen Ecken und Kanten stört.
Steam User 0
What a mesmerising Journey, Truly a wonderful happysad game.
Steam User 0
Wundervoll! Mehr Atmosphäre geht nicht!
Steam User 0
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