Mosaic
Mosaic ist ein narratives modernes Adventure, dessen Handlung nach etwa 2–3 Stunden abgeschlossen ist.
Du lebst ein eintöniges und sich wiederholendes Leben in einer kalten, überbevölkerten Stadt, die sich immer weiter ausdehnt.
Das Telefon nervt dich mit bedeutungslosen Benachrichtigungen, während du dir einen Weg durch anonyme Menschenmassen bahnst, um deiner Arbeit in einem Megakonzern nachzugehen, wo dich ein weiterer langer Tag mit Überstunden erwartet.
Du hast nicht das Gefühl, dein Leben hätte einen Sinn, bis zu diesem einen Tag, als auf deinem Weg zur Arbeit auf einmal seltsame Dinge passieren und sich mit einem Schlag alles ändert.
Mosaic ist ein düsteres, surrealistisches und atmosphärisches Abenteuerspiel über die Einsamkeit in einer Stadt und die Angst davor, nur ein kleines Rädchen in einer gigantischen Maschine zu sein, die du niemals verstehen wirst.
Mit Mosaic geht Krillbite Studio, die Schöpfer von Among the Sleep, von den Albträumen der Kindheit einen Schritt weiter zum schrecklich einsamen Erwachsenenleben.
Steam User 1
Joar, der Kapitalismus ist böse... habs verstanden. Das Spiel hält so gar nicht hinterm Berg was seine Message angeht. Das zieht es dann aber auch richtig durch. Alles ist wahnsinnig konform und grau und nur ab und zu schafft es unser "Held" ein paar bunte Dinge zu entdecken und zu "rebellieren". Diese Momente werden dann durchaus eindrucksvoll inszeniert, aber das wars dann auch. Es gibt noch ein Minispiel, das ganz ok ist und nicht zu super schwer.
Definitiv kein Limbo oder ähnliches, dafür ist es einfach zu wenig fordernd. Meistens halte ich den Mauszeiger irgendwo hin und laufe einfach nur... Ab und zu gibts ne konsequenzfreie Dialogoption, sterben ist auch nicht.
Die Stimmung ist schön, nach zwei Stunden reicht es dann aber auch. Es will glaub ich gar nicht viel mehr sein, einfach "nur" kräftig schwermütige Stimmung verbreiten. Kann man machen.
Steam User 0
Nun, Mosaic ist mehr als nur "gegen Kapitalismus". Es ist gegen Homogenisierung, pro Individualität, pro Kunst, pro all dem, was einem Menschen auf natürlicher Weise Glückseligkeit bringt.
Die Devs haben es an sich gut rübergebracht, an jedem Tag erlebt man einen anderen Abschnitt aus dem Leben des Protagonisten. Jedoch gibt es überall Kleinigkeiten, die unfertig wirken - wie eben diverse Grafikprobleme, clunky Animationen, semi-guter Soundmix und kleinere Auffälligkeiten wie bspw. ein vorhandener Regenschirm, nachdem man einen gespendet hat.
Dass man täglich immer wieder denselben Ablauf hat und Aufgaben erledigen muss, die sich lästig anfühlen, sind genau das Ziel des Entwicklers. Sie wollen einen genau das Gefühl geben, dass man gerade etwas unnötiges tut und sich dem auch bewusst wird. Man soll sich irgendwie mit dem Protagonisten verbunden fühlen.
Storytechnisch ist es dennoch kein Hochglanzwerk. Das Ende war so ziemlich erwartbar und auch die Sequenzen zwischen den Tagen haben keine besondere Wirkung auf die Story meiner Meinung nach. Für UVP ist das Spiel auch für die Dauer von ca. 3h und der sehr geringen Replayability einfach zu teuer - dafür, dass es auch keine wirklich raffinierte Story hat. Holt es euch im Angebot, da macht ihr auf jeden Fall nichts falsch!
6,5/10