Blair Witch
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Your darkest fears will awaken in these woods. It’s 1996. A young boy disappears in the Black Hills Forest near Burkittsville, Maryland. As Ellis, a former police officer with a troubled past, you join the search. What starts as an ordinary investigation soon turns into an endless nightmare as you confront your fears and the Blair Witch, a mysterious force that haunts the woods…
Steam User 3
Ein verlorenes Kind und ein gebrochener Mann
Als man vor ein paar Jahren verkündete, dass Bloober Team die Entwicklung des Remakes von Silent Hill 2, einem der einflussreichsten Horrorspiele aller Zeiten, übernehmen würden, gab es viele Stimmen, die dies kritisch beäugten und Bloober die Kompetenz für ein solches Mammutprojekt absprachen. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass das polnische Studio eine fantastische Wahl für diese Aufgabe war. Kenner der vorigen Titel des Entwicklers dürfte dies auch nicht überraschen, denn Bloober haben sich schon seit vielen Jahren als Geheimtipp im Bereich der psychologischen Horrorspiele etabliert. Seien es Titel wie The Medium, Layers of Fear, Observer oder eben Blair Witch – Bloober haben immer wieder gezeigt, dass sie ihr Handwerk meisterlich beherrschen.
Das 2019 veröffentlichte Blair Witch basiert auf der Welt des gleichnamigen Films von 1999, erzählt aber eine eigenständige Geschichte. Wir schlüpfen in die Haut des Kriegsveteranen und ehemaligen Polizisten Ellis Lynch, der seit einem traumatischen Ereignis im Krieg mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, die sein ganzes Leben bestimmen und auch seine Ehe ruiniert haben. Als Ellis erfährt, dass der neunjährige Peter Shannon im Black Hills Forest in Burkittsville, Maryland verschwunden ist, beschließt er, sich einem Suchtrupp anzuschließen und bei der Suche nach dem Jungen zu helfen. Als Ellis im Wald ankommt, sind die Polizisten schon weit vorgedrungen, sodass er zusammen mit seinem Hund Bullet eigene Nachforschungen anstellt und per Funk gelegentlich mit dem Trupp in Kontakt tritt.
Ellis steuern wir in klassischer First-Person-Ansicht. Bereits zu Beginn fällt die beeindruckende Grafik von Blair Witch auf. Alle Gebiete wirken gestochen scharf, Licht- und Schattenspiele sorgen immer wieder für Atmosphäre und eine glaubhafte Fauna lässt den Wald lebendig wirken. In der rund fünf- bis sechsstündigen Geschichte erforschen wir den Black Hills Forest, finden Hinweise auf Peters Verbleib und werden immer wieder mit psychotischen Episoden von Ellis konfrontiert, in denen er schreckliche Ereignisse des Krieges erneut durchlebt.
Gameplay zwischen Walking-Simulator und cleveren Ideen
Im Grunde ist Blair Witch ein Horrorspiel aus der Kategorie Walking-Simulator. Neben dem Erkunden von mehr oder weniger vorgegebenen Pfaden und dem Lösen von Rätseln haben wir mehrere zentrale Gameplay-Elemente zur Verfügung, die das Geschehen immer wieder auflockern und spannend machen. Zum Einen haben wir die Möglichkeit, mit Bullet zu interagieren. Wir können ihn auf die Suche nach Hinweisen schicken, Dinge ausgraben lassen, mit ihm spielen und streicheln oder ihn mit Snacks füttern. In der Dunkelheit warnt uns Bullet vor Gefahren, sodass wir immer bestrebt sind, ihn in unserer Nähe zu haben, was auch für Ellis’ Geisteszustand wichtig ist. Wie wir mit dem Hund interagieren, beeinflusst zudem das Ende des Spiels.
Die Kämpfe gegen Waldmonster, die gelegentlich auftauchen, bestreiten wir mit unserer Taschenlampe. Es reicht aus, die Monster ausfindig zu machen und ein paar Sekunden anzuleuchten, um sie zu verscheuchen. Im dunklen Wald ist dies manchmal leichter gesagt als getan, denn die Holzbiester sind verdammt schnell und huschen zwischen Bäumen und Gebüsch hin und her, sodass wir uns oftmals mehr auf unser Gehör als auf unsere Augen verlassen müssen. Bullet ist in diesen Begegnungen hilfreich, denn er bellt immer in die Richtung, in der sich ein Monster versteckt, sodass wir zumindest eine grobe Orientierungshilfe haben.
Ein weiteres zentrales Spielelement ist eine Videokamera mit Nachtsichtfunktion. Diese hilft uns, uns in der Dunkelheit zu orientieren, und wird wichtig, wenn wir Videokassetten finden. Immer wieder stoßen wir auf solche und erfahren durch das Ansehen, welche Geschehnisse sich am jeweiligen Ort abgespielt haben. Pausieren wir die Videos an bestimmten Punkten, können wir damit unsere Umgebung manipulieren. Versperrt uns beispielsweise ein umgestürzter Baum den Weg, können wir ein Videotape an einer Stelle anhalten, an der dieser noch steht, und uns so den Pfad freimachen. Die meisten Rätsel basieren auf diesem Prinzip und sind nach kurzer Eingewöhnung gut lösbar.
Atmosphäre, Sound und Realitätszerfall
Spielerisch ist Blair Witch also eher simpel gehalten. Was dem Titel an Tiefe im Gameplay fehlt, machen die Entwickler jedoch mit einer herausragenden Inszenierung wett. Besonders die binaurale Audiotechnik sorgt, vor allem mit Kopfhörern, für eine extrem dichte Atmosphäre. Knackende Zweige, raschelndes Laub, Bullets Schritte und die Stimmen in Ellis’ Kopf wirken durch die starke Audiogestaltung extrem intensiv.
Die Story wird im Verlauf der Kampagne immer bizarrer, und gerade die Momente, in denen Ellis von seinen Traumata heimgesucht wird, sind cineastisch hervorragend umgesetzt. Blair Witch entwickelt sich dadurch zu einem storytechnisch starken Horrortitel, der immer spannender, angsteinflößender und verstörender wird. Auch die Nebencharaktere, die wir meist nur über Handy oder Funkgerät hören, sind gut geschrieben und glaubwürdig inszeniert. Wenn etwa Ellis’ Ex-Frau, die sonst liebevoll und fürsorglich ist, ihn plötzlich beschuldigt und aus der gewohnten Rolle fällt, beginnen sowohl Ellis als auch wir als Spieler zunehmend an der Realität und an der Zuverlässigkeit unserer Wahrnehmung zu zweifeln. Der schleichende Realitätszerfall ist eines der zentralen Themen des Spiels und wird im Verlauf immer ausufernder dargestellt.
Fazit
Audiovisuell und erzählerisch ist Blair Witch eine echte Wucht. Das einfache Gameplay und gelegentliche technische Probleme wie etwa kurze FPS-Einbrüche in bestimmten Bereichen, Übersetzungsfehler in den deutschen Untertiteln oder Momente, in denen Bullet an Objekten hängen bleibt und man einen Spielstand neu laden muss, können den Spielfluss zwar kurz stören, fallen insgesamt aber kaum ins Gewicht.
Was für mich überwiegt, ist die dichte Atmosphäre, die starke Soundkulisse und vor allem die Geschichte um einen traumatisierten Kriegsveteranen, seinen treuen Hund, die Hexe von Blair und die schrecklichen Ereignisse während der Suche nach dem verschwundenen Jungen. Diese Mischung aus psychologischem Horror, persönlichem Drama und mysteriöser Bedrohung hat mich so sehr gepackt, dass ich das Spiel kaum aus der Hand legen wollte. Blair Witch ist vielleicht nicht das beste Horrorspiel, das ich je gespielt habe, aber definitiv eines der eindringlichsten – und damit auch eines meiner persönlichen Lieblingsspiele im Genre.
Fans von (Horror-)Walking-Simulatoren, dichter Atmosphäre und starker Immersion kann ich Blair Witch daher bedenkenlos ans Herz legen. Bloober haben die Vorlage thematisch hervorragend umgesetzt und eine Geschichte geschaffen, die von Anfang bis Ende fesselt und lange nachwirkt.
Steam User 3
A good horror game with very realistic graphics, and it's really cool that you have a dog that you can feed and pet.
Steam User 1
Nice horror game, buy it on a sale and you will have fun with it, if you like the Blair Witch Project movie or horror in general.
Steam User 0
Sehr gutes Spiel!
Blair Witch hat mich echt positiv überrascht. Die Atmosphäre ist extrem dicht und dauerhaft gruselig, ohne billig zu wirken. Die Story ist umfangreich und spannend erzählt, sodass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Besonders die Soundkulisse und die Umgebung sorgen für richtiges Unbehagen. Insgesamt macht das Spiel mega Spaß und ist für Horror-Fans absolut empfehlenswert!
Steam User 0
Dieses Spiel war genial.
Die Story hat mich sehr stark gepackt und ich konnte mich an so vielen Stellen sehr schön Gruseln.
Ich empfehle es jeder Person die mal anfangen will das Genre Horror zu erkunden.
Steam User 0
Kurz und knapp gefällt mir das Spiel doch ganz gut. Die Atmosphäre ist an sich wirklich gut gemacht, auch wenn mich die konstanten "Flashbacks" teilweise nerven und diese anfangs eher für Verwirrung sorgen. Die Kampfmechaniken sind sehr unique und passen auch zu der Art des Spieles, ebenso ist Bullet als Begleiter auch sehr gut umgesetzt und wurde fest in das Spiel integriert. Der Spannungsaufbau ist sehr stark aber leider kommt das Ende recht plötzlich. Das Spiel ist kein billiger Abklatsch des Filmes sondern bietet eine eigene Story die doch recht interessant ist.
Ein Durchlauf dauert vielleicht zwischen 4 und 6 stunden und erinnert durch die Verfremdung der Realität und den konstanten Flashbacks ein wenig an Silent Hill: Shattered Memories. Insgesamt ist das Spiel vor Allem im Sale sehr zu empfehlen.
Steam User 0
Sehr empfehlenswertes Spiel, war bisher eines meiner Favoriten wenn es um Atmosphäre geht. War stellenweise etwas "Lost" aber wenn man gut aufpasst, dann sollte man ohne Probleme durchkommen. Inhaltlich über die Story möchte ich nicht viel sagen, aber die Entwicklung hat mir gefallen und war denke ich auch plausibel, für mich relativ schnell durchschaubar. Aber ich mag das Psycho-Horror Genre, lieber atmosphärisch als ständiges "Verfolgt werden", aber das ist meine persönliche Meinung.